Zwiebelsaft bei Halsschmerzen

Der Zwiebelsaft ist mein absolutes Lieblingshausmittel. Der Geschmack ist zwar sehr speziell, um nicht zu sagen, bääh, aber wenn´s hilft 😉 Und das tut es wirklich!

Ich hatte jahrelang mit immer wiederkehrenden Halsentzündungen und -schmerzen zu kämpfen, bis letztendlich meine Mandeln raus kamen. Ich habe in dieser Zeit alles durch probiert, aber nichts half so gut wie der Zwiebelsaft. Das war auch für mich der Anlass, öfter mal auf altbewährte Hausmittel zurück zu greifen statt auf Medikamente.

Das Geheimnis ist wohl die in der Zwiebel enthaltene Mischung aus Antioxidantien, Schwefelverbindungen und Flavonoiden, die entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlindernd wirkt.

Die Herstellung ist sehr einfach. Ihr benötigt nur zwei Zutaten, nämlich eine Zwiebel und etwas Zucker. Für Schwangere und Stillende gibt es daher auch keine Einschränkungen, sofern beides gut vertragen wird und keine Erkrankungen vorliegen, die dagegen sprechen.

Es gibt auch viele Rezepte, die Honig beinhalten. Da Honig ja ebenfalls entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften besitzt, ist die Kombination an sich eigentlich unschlagbar.

Allerdings finde ich persönlich, dass der Zucker den Saft einfach besser aus der Zwiebel zieht, als wenn sie ausgepresst oder nur im Honig eingelegt wird. Daher hat es sich für mich bewährt, den Zwiebelsaft mit Zucker herzustellen und gegebenenfalls einfach noch einen Löffel Honig extra zu lutschen.

Damit kann der Zwiebelsaft grundsätzlich auch von Kleinkindern eingenommen werden, die noch keinen Honig bekommen sollen (Botulismus-Gefahr). Ob sie ihn auch mögen, ist eine andere Frage…

Wobei der reine Geschmack auf der Zunge eigentlich nicht schlimm ist, da es sich im Grunde um Sirup handelt. Man schmeckt also nur Zucker. Was die Sache allerdings eklig macht, ist der penetrante Zwiebelgeruch, der einem dabei in die Nase steigt und auch beim Ausatmen nach dem Schlucken voll zur Geltung kommt.

Ich habe mir daher beim Schlucken immer die Nase zugehalten und gewartet, bis der süße Geschmack halbwegs verschwunden war, so dass der Zwiebel-Nachgeschmack wenigstens nicht zeitgleich mit der Süße im Mund war.

Wenn ihr dazu neigt, den Zwiebelgeruch hinterher wieder auszudünsten, solltet ihr danach auch eventuell ein wenig Abstand zu euren Mitmenschen einhalten 😉 Wahrscheinlich tut ihr das aber ja ohnehin, wenn ihr erkältet seid.

Zutaten:
  • Eine mittelgroße Zwiebel
  • ca. 2-3 EL Zucker
Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Zwiebel in Ringe schneiden

Dann wieder zusammenfügen und in ein Glas stecken. Den Zucker darüber streuen.

Die Zwiebel in ein Glas geben und den Zucker darüber streuen

Optimal ist es, wenn ihr die Größe der Zwiebel so wählt, dass sie bei der Hälfte oder im unteren Drittel des Glases stecken bleibt. Dann kann der Zucker richtig durchziehen und der Saft kann sich am Glasboden sammeln.

[Ist mir bei diesem Mal, als ich die Bilder gemacht habe, aber auch nicht geglückt, aber es geht auch so 😉 Eventuell bleibt dann ein kleiner unaufgelöster Zuckerrest übrig und vielleicht hätte die Zwiebel auch noch mehr Saft hergegeben, aber meistens reicht das trotzdem locker.]

Am Glasboden sammelt sich nun der durchsichtige Sirup

Nach 10-20 Minuten sammelt sich meistens schon am Boden der erste Saft, von dem ihr schon einen Teelöffel einnehmen könnt, wenn es sehr dringend ist.

Am besten lasst ihr das Glas aber ein paar Stunden oder über Nacht stehen. Dann nur noch den Saft in ein zweites Glas abgießen und nach Bedarf jeweils einen Teelöffel davon auf der Zunge zergehen lassen.

Der Sirup hält sich bei Zimmertemperatur auf jeden Fall 2-3 Tage, länger habe ich ihn nie gebraucht, kann also hierzu keine Erfahrungswerte liefern. Im Notfall ist aber ja auch schnell ein frischer Saft gemacht.

Gute Besserung!

 


Bitte beachtet: ein Besuch dieser Website kann nicht den Gang zum Arzt ersetzen, insbesondere mit kleinen Kindern und in der Schwangerschaft. Es handelt sich hier nur um Rezepte für Hausmittel, die ich zwar ausnahmslos alle selbst erprobt und getestet habe, für deren Wirksamkeit, Verträglichkeit oder Fehlen von Nebenwirkungen ich jedoch keine Garantie übernehmen kann.

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