Vogelbeersaft

Gerade ist die beste Erntezeit für Vogelbeeren, da sie jetzt den höchsten Vitamin-C-Gehalt haben. Der Saft ist ein bewährtes Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems, regt die Galle an und wirkt harntreibend. Im getrockneten Zustand werden die Beeren auch als Hausmittel bei Durchfallerkrankungen eingesetzt (zweimal täglich 10 Beeren).

Die kleinen rötlichen Früchte der Eberesche, die auch Vogelbeerbaum genannt wird, werden oft fälschlicherweise für giftig gehalten. Zwar kann die in den rohen Beeren enthaltene Parasorbinsäure die Schleimhäute des Darmes reizen und damit zu Verdauungsstörungen führen. Beim Erhitzen wird die Parasorbinsäure jedoch in die gesundheitlich unbedenkliche Sorbinsäure umgewandelt. Damit sind die Beeren jedenfalls im gekochten Zustand ohne Weiteres essbar.

Für Schwangere, Stillende und Kleinkinder konnte ich leider keine brauchbaren Anwendungshinweise finden, würde aber, trotz der Ungiftigkeit, eher zur Vorsicht raten, da die Beeren auch eine gewisse abführende Wirkung besitzen.

Zutaten für ca. 0,3 Liter Saft:
  • 500 g Vogelbeeren (ca. 15-20 Beerendolden)
  • 400 ml Wasser
  • 30 g Zucker
Zubereitung:

Die Beeren grob von den Stielen zupfen, wobei es nicht schlimm ist, wenn ein paar dran bleiben, sie werden später abgesiebt.

Beeren grob von den Stielen befreien

In einen Topf geben und mit dem Wasser aufgießen, bis sie leicht bedeckt sind.

In den Topf geben und mit Wasser aufgießen

20 Minuten köcheln lassen. Wenn die Beeren eingeschrumpelt und hell geworden sind, das Ganze durch ein Sieb in einen zweiten Topf passieren.

Fertig gekocht: hell und schrumpelig
Durch ein Sieb passieren

Wenn auf diese Weise kein Saft mehr zu bekommen ist, die Beeren in ein Safttuch (alternativ ein ausgekochtes Geschirrtuch oder eine Mullwindel) geben und gut auspressen.

Durch ein Safttuch pressen

Zu dem so gewonnenen Saft den Zucker hinzugeben, noch einmal kurz aufkochen, heiß in die abgekochte Flasche füllen und sofort fest verschließen. So sollte sich der Saft ein paar Wochen halten.

Fertig!

Viel Spaß beim Selbermachen!


Bitte beachtet: ein Besuch dieser Website kann nicht den Gang zum Arzt ersetzen, insbesondere mit kleinen Kindern und in der Schwangerschaft. Es handelt sich hier nur um Rezepte für Hausmittel, die ich zwar ausnahmslos alle selbst erprobt und getestet habe, für deren Wirksamkeit, Verträglichkeit oder Fehlen von Nebenwirkungen ich jedoch keine Garantie übernehmen kann.

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