Toastbrot

Seit ich dieses Toastbrot das erste Mal gemacht habe, habe ich ungelogen nie mehr eines gekauft. Ich glaube sogar, ein im Supermarkt gekauftes Marken-Toastbrot ist verantwortlich dafür, dass ich mich mittlerweile so fürs Selbermachen interessiere.

Ich weiß jedenfalls, dass ich mal eine angebrochene Packung bestimmt vier oder fünf Wochen im Schrank hatte. Als es mir wieder in den Sinn kam und ich es heraus holte, lief es aber keineswegs davon. Es sah aus, fühlte sich an und roch wie frisch gekauft! In einer geöffneten und lose wieder verschlossenen Plastiktüte nach, sagen wir mal, mindestens 4 Wochen (die genaue Zeit habe ich mir nicht aufgeschrieben, aber es war echt lang).

Also ich weiß nicht, wie ihr darüber denkt, aber mir gab das schon zu denken. Was muss da alles an Chemie drin sein, dass das so lange frisch hält? Was zum Geier verleibt man sich da ein, wenn man das isst? Oder aber: was ist alles nicht drin? Ich meine, Pappe schimmelt ja auch nicht…

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Fränkisches Bauernbrot

Hier stelle ich euch das Rezept für mein Lieblingsbrot, ein fränkisches Bauernbrot, vor. Das Gute daran ist, dass es im Vergleich zu manch anderen Brotrezepten nicht ganz so lange dauert (man kann durchaus auch drei Tage auf ein gutes Brot warten müssen…), aber trotzdem mit sehr wenig bis gar keiner Hefe auskommt, je nach Triebstärke des Sauerteiges.

Es hat sich daher nach einigen Versuchen mit anderen Rezepten auch einfach als das praktischste erwiesen, da ich mit Kind auch nicht immer so viel Zeit und Muße dafür habe.

Seht es also bitte als praxistaugliches, relativ leicht in den Alltag zu integrierendes Abendbrot-Rezept und nicht als den Versuch eines Meisterwerkes 😉 Für solche Meisterwerke empfehle ich übrigens den Plötzblog, von dem ich auch als Anfänger viel gelernt habe und an dessen Rezepten sich meine orientieren.

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Sauerteig ansetzen

Jetzt, wo die Sammel-, Ernte- und Einmachzeit vorbei ist, ist die perfekte Gelegenheit, euch verschiedene leckere Brotrezepte vorzustellen. Natürlich macht das Selbermachen hier ein bisschen mehr Arbeit, als schnell mal zum Bäcker zu gehen. Gerade das Abendbrot oder die Sonntagsbrötchen hole ich auch oft noch beim Bäcker, wenn einfach nicht genug Zeit ist oder ich zu faul bin. Aber Toastbrot zum Beispiel habe ich schon ewig keines mehr gekauft. Dazu später mehr 🙂

Auch sind ein paar Hilfsmittel mit der Zeit unerlässlich, die man nicht standardmäßig im Haushalt hat, wie zum Beispiel ein Gärkörbchen oder ein Brotbackstein (für den Anfang geht es aber auch ohne). Aber wenn es euch Spaß macht und ihr den Unterschied mal geschmeckt habt, werdet ihr vielleicht auch feststellen, dass es sich durchaus lohnt! Schließlich ist das Beste daran auch hier, dass ihr genau wisst, was drin ist und was ihr euch und evtl. euren Kindern da einverleibt (was man vor allem von den Discounter-Backwaren aus dem Automaten ja nicht gerade behaupten kann…).

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Ketchup selbstgemacht

Ok, die Grillsaison ist eigentlich vorbei (wobei – bei dem Wetter…) und auch die Tomaten wachsen nicht mehr im Garten. Aber Ketchup braucht man ja doch immer mal wieder. Außerdem habe ich ein total leckeres Rezept mit einer Geheimzutat, die gerade Saison hat: Hagebutten.

Hier findet ihr ein Rezept für – eigentlich süßes – Hagebuttenmark, aber wenn ihr vor dem Einkochen mit Zucker einen Klecks davon abzweigt, bleibt es relativ herzhaft und verleiht dem Ketchup eine feine, einzigartige Note!

Was noch gut an dem Rezept für selbstgemachtes Ketchup ist: es ist kein Gramm (Industrie-)Zucker drin und damit super für Kleinkinder und alle, die den Konsum ein wenig einschränken wollen. Die Süße gewinnt dieses Ketchup aus getrockneten Aprikosen, die eben nur Fruchtzucker enthalten und zusätzlich für eine tolle Konsistenz des Ketchups sorgen.

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Salatdressing auf Vorrat

Früher haperte es bei mir in Sachen Salat-Essen oft daran, dass ich keine Lust hatte, ein Dressing anzurühren. Dauerte zu lange, war zu umständlich, schmeckte oft zu sehr nach Essig. Und wenn ich dann nach ewigem Herumprobieren eine gute Zusammenstellung gefunden hatte, hatte ich sie mir natürlich nicht gemerkt und es beim nächsten Mal nicht mehr genau so hinbekommen.

Auch die Industrie hat darauf natürlich eine Antwort gefunden und so kann man fertiges Dressing und nunmehr seit Längerem auch schon fertig geschnippelten Salat in Plastiktüten kaufen. Dass das alles andere als gesund sein kann, hat sich mittlerweile zum Glück schon herumgesprochen. Mehrere Tests wiesen Schadstoffe, schädliche Keime und Bakterien in den Fertigsalaten nach. Hinzu kommt der absolut unnötige Plastikmüll.

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Apfelessig selbstgemacht

Der erste Essig aus den Äpfeln aus unserem Garten ist so gut wie fertig und ich bin begeistert! Nur aus Wasser, Äpfeln und etwas Zucker habe ich quasi umsonst rund 2,5 Liter feinen natürlichen Essig hergestellt und es hat wirklich kaum Arbeit gemacht. Das Einzige, was ihr braucht, ist ein wenig Geduld.

Natürlich kostet der Essig im Supermarkt auch nicht die Welt, aber das Selbermachen macht einfach Spaß und ihr wisst genau, was drin ist. Mit Äpfeln aus dem eigenen Garten ist der Essig daher in Sachen Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität unschlagbar.

Apfelessig ist obendrein sehr gesund, da er sämtliche Vitamine und Nährstoffe aus den Äpfeln enthält. Drei Esslöffel davon in einem Glas warmen Wasser helfen als Hausmittel bei Halsschmerzen, er kann außerdem dabei helfen, den Blutzucker zu senken und nicht zuletzt ist er ein absolutes Wundermittel für Haut und Haare. Zudem enthält er nur rund 0,4 g Zucker auf 100 ml (zum Vergleich Balsamico-Essig: 15 g auf 100 ml!).

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Gemüsebrühe (instant)

Der Herbst ist da und es ist Erntezeit für viele Gemüsesorten. Eine Gemüsebrühe aus frischem Gemüse ist natürlich am besten. Sie ist für kalte Tage eine leckere und gesunde Stärkung und oft Grundlage verschiedener Gerichte. Aber es macht auch ein bisschen Arbeit, das Gemüse jedesmal frisch zu kochen, weshalb man ja doch gerne mal auf eine Instantbrühe zurückgreift.

Habt ihr euch allerdings mal genau angeschaut, was in den gekauften Brühen wirklich drin steckt? Meistens so durchschnittlich 8-12 % Gemüse (!), Salz und Gewürze. Ansonsten findet man aber auch jede Menge Geschmacksverstärker und Aromen, versteckter Zucker (Maisglukosesirup) oder chemisch modifizierte Stärke (Maltodextrin). Übrigens enthält auch das so natürlich anmutende und oft vorkommende „Hefeextrakt“ Glutamat.

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Schlehengelee

Ebenso wie Hagebutten sind auch die Schlehen – auch Schlehdorn, Heckendorn oder Schwarzdorn genannt – jetzt nach den ersten Nachtfrösten erntereif. Ihr findet sie oft an Böschungen und Wegesrändern.

Da durch den Frost ein Teil der enthaltenen Gerbstoffe abgebaut wird, schmecken sie danach süßer. Sollten sie euch noch zu sauer sein, könnt ihr auch hier nachhelfen, indem ihr sie ein, zwei Nächte im Gefrierschrank einfriert. Auch wenn ihr nach dem Pflücken nicht direkt dazu kommt, sie zu verarbeiten, bietet sich das gut an.

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Kastanien-Waschmittel

Endlich habe ich es geschafft, ein paar Kastanien zu sammeln. Bei uns in der direkten (Spaziergangs-)Umgebung gibt es leider keine Kastanienbäume, aber auf einer Wanderung in der fränkischen Schweiz haben wir einen Baum entdeckt und ich konnte immerhin ein paar einheimsen. Gerade wenn man nur an einem Baum sammelt, sollte man aber immer darauf achten, noch genug für die Tierwelt übrig zu lassen.

Man kann damit nicht nur schöne herbstliche Deko arrangieren oder basteln. Die kleinen braunen Handschmeichler lassen sich auch wunderbar im Haushalt einsetzen, zum Beispiel als natürliches Waschmittel oder im Kosmetikbereich (dazu später mehr 😉 ).

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Hagebutten-Tee

Die Temperaturen sind gefallen und es geht in Richtung der ersten Nachtfröste. Das ist die perfekte Erntezeit für Hagebutten! Wenn sie bereits einen Nachtfrost hinter sich haben, schmecken sie süßer, ihr könnt sie aber auch genauso gut schon vorher ernten und entweder ein bisschen nachhelfen und sie über Nacht einfrieren oder ihr verarbeitet sie so. Je nachdem, was ihr daraus machen wollt (ein paar Rezepte werde ich euch hier noch vorstellen).

Roh essen geht zwar auch, schmeckt den meisten aber nicht so gut. Sie sind eher sauer. Vielleicht kennt ihr noch aus Kindertagen die Eigenschaft der Kerne als Juckpulver. Also ein bisschen aufpassen beim verarbeiten, sonst juckt´s  😉

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