Kürbis-Hefekuchen

Der Sommer mag dem Herbst noch immer nicht so recht Platz machen. Den Kürbissen ist das egal, sie sind trotz der Trockenheit ganz gut gewachsen und warten darauf, uns den Herbst zu versüßen und zu verschönern. Da einem bei dreißig Grad aber nicht wirklich so nach Kürbissuppe ist, habe ich mich erstmal auf die süßen Leckereien konzentriert, die man daraus zaubern kann.

Eigentlich wollte ich ein typisch amerikanisches Pumpkin Pull Apart Bread  (zu deutsch: Kürbiszupfbrot) probieren. Dabei ist mir der Teig allerdings ein bisschen zu flüssig geraten. Daher kam leider kein klassisches Zupfbrot, aber ein sehr schmackhafter Kastenkuchen heraus, so dass ich beschlossen habe, das Rezept dennoch hier aufzunehmen.

Zutaten für den Teig:
  • 1 mittelgroßer Hokkaido
  • 350 g Weizenmehl Typ 405
  • 150 g Dinkelmehl Typ 630
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 40 g Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 200 ml Milch
  • 50 g weiche Butter
Zutaten für die Füllung:
  • restliches Kürbispüree vom Teig (ca. 100 g)
  • 50 g Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • 40 g Walnüsse
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Muskatnuss
Zutaten für den Guss:
  • 50 g Puderzucker
  • 2 EL heißes Wasser
Zubereitung:

Den Kürbis waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Ein Hokkaido muss nicht geschält werden. Falls ihr einen anderen Kürbis (z. B. Halloween oder Butternut) verwendet, vorher noch schälen. Dann in einen Topf geben.

Den Kürbis entkernen
In Stücke schneiden und in den Topf

Ein bisschen Wasser dazugießen und 7-10 Minuten köcheln lassen, bis die Stücke weich sind. Dann das Wasser abgießen und den Kürbis etwas ausdampfen lassen. Anschließend pürieren.

Kürbispüree

Mehl, Zucker und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Die Milch lauwarm erwärmen und in die Mulde gießen. Die Hefe hinein bröckeln. Vom Rand der Mulde ein wenig Mehl hineinrühren, bis an der Oberfläche ein klebriger Teig entsteht. Diesen ca. 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Milch und Hefe in der Mulde

Dann ca. 300 g Kürbispüree und die weiche Butter in Flocken dazu geben und mit den Knethaken oder der Küchenmaschine gut durchkneten. Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Butter und Kürbispüree mit dem Vorteig verkneten

Danach auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche noch einmal mit den Händen durchkneten und ca. 1-2 cm dick ausrollen.

Mit einem Esslöffel das übrige Kürbispüree (ca. 100 g) auf dem Teig verteilen.

Restliches Kürbispüree auf dem Teig verteilen

[Sollte danach immer noch Püree übrig sein, schmeckt es mit ein bisschen Salz, Milch und Butter verrührt (also wie Kartoffelbrei) übrigens auch gut als Beilage zu Bratwürstchen.] 

Butter erwärmen und mit braunem Zucker und Gewürzen verrühren
Walnüsse grob zerkleinern

Für die weitere Füllung die Butter in einem Topf schmelzen und mit Zucker und den Gewürzen verrühren. Die Walnüsse grob zerkleinern, z. B. mit einem Mörser.

Den Backofen schon mal auf 180 °C Umluft vorheizen.

Dann das Butter-Zucker-Gemisch auf dem Teig verstreichen und die Walnüsse darüber streuen.

Jetzt kommt der Teil, an dem mein Zupfbrot-Vorhaben in die Hose ging 😉 Dazu muss der Teig nämlich in Vierecke geschnitten und dann immer vier Quadrate übereinander gestapelt werden, die man dann senkrecht in die Kastenform stellt. So die Theorie. Daher habe ich auch mit einem Pizzaschneider besagte Vierecke geschnitten.

Leider ließen sich die Vierecke aber nicht richtig anheben, weil der Teig wohl zu flüssig war.

[Im Nachhinein habe ich andere Rezepte gefunden, die komplett ohne Kürbispüree im Teig arbeiten. Dann ist er mit Sicherheit fester – ich fand den gelben Kürbisteig aber schöner. Wenn ihr also das richtige Zupfbrot backen wollt, müsstet ihr wohl entweder um einiges mehr Mehl nehmen, um die Flüssigkeit aus dem Kürbis wieder auszugleichen oder eben den Teig ohne Kürbispüree machen.]

Ich habe dann mit Hilfe eines Pfannwenders einfach so gut es ging immer vier Quadrate übereinander geschichtet und die sechs Häuflein schnell nebeneinander senkrecht in die gefettete Kastenform bugsiert.

Die geschichteten Teig-Türme senkrecht nebeneinander in der Kastenform

Dabei verläuft alles ein bisschen, was aber beim fertigen Kuchen später ganz gut aussieht und schmeckt.

Jetzt nur noch in den Ofen und ca. 30 Minuten goldbraun abbacken. Dann gut 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für den Guss Wasser aufkochen, den Puderzucker in eine Schüssel geben und unter schnellem Rühren mit einer Gabel das heiße Wasser schlückchenweise dazu geben, lieber erstmal weniger als mehr und darauf achten, dass die Konsistenz immer cremig bleibt, bis der ganze Puderzucker verrührt ist.

Puderzucker mit Wasser cremig rühren

Mit Hilfe der Gabel in feinen Linien über den fertigen Kuchen gießen.

Fertig!

Viel Spaß beim Nachbacken!

Guten Appetit!

 

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