Kaffee-Kokos-Peeling

Da es in der Kategorie Kosmetik noch etwas leer aussieht, werde ich mit den nächsten Beiträgen hier mal ein wenig aufstocken. Der Grund für die Leere ist, dass ich auf diesem Gebiet selbst noch nicht so viel ausprobiert und noch keine Standardrezepte auf Lager hatte.

Schade eigentlich, dass ich mich nicht viel früher schon damit beschäftigt habe. Denn bei Produkten in diesem Bereich ist es ja noch viel krasser, was fragwürdige Inhaltsstoffe angeht. Sicherlich ist euch schon der ein oder andere Begriff über den Weg gelaufen, wie z. B. Parabene und andere hormonelle Stoffe, die den Hormonhaushalt stören, Duftstoffe als Allergieauslöser, krebserregende Aluminiumsalze, Mineralöle oder ganz aktuell und gerade in Peelings oft zu finden: Mikroplastik.

In meinen Augen gibt es daher tausend gute Gründe, sich mit selbstgemachter Naturkosmetik mal ein bisschen näher zu beschäftigen und dabei sich selbst, seinem Geldbeutel und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Die Hautpflege ist ein guter Einstieg, da wir es ja im Grunde schon gewohnt sind, unsere Haut mit wertvollen Schätzen aus der Natur zu verwöhnen. Nahezu jede Bodylotion oder Gesichtscreme wirbt mit natürlichen Inhaltsstoffen, allen voran Aloe vera, Sheabutter oder Kakaobutter.

Das mag ja tatsächlich auch in irgendeiner Form darin vorkommen. Die Frage ist aber, was sonst noch reingemixt ist, um das Ganze noch besser riechen oder schöner aussehen zu lassen, es haltbar zu machen oder aber auch einfach Geld zu sparen, indem minderwertige Fette und Öle verwendet werden.

Gerade während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Produkten für Kinder sollte man meiner Meinung nach auch ein besonderes Auge darauf haben, um das Kind nicht noch mehr schädlichen Einflüssen auszusetzen als es in der Welt heutzutage ohnehin schon abbekommt.

Heute möchte ich euch daher ein selbstgemachtes Kaffee-Kokos-Peeling ans Herz legen. Das im Kaffee enthaltene Koffein hat hautstraffende und abschwellende Wirkung. Das Kokosöl wirkt feuchtigkeitsspendend und antibakteriell. Dieses Peeling eignet sich also gut für müde, beanspruchte und trockene Haut, zum Beispiel nach einer harten Nacht 😉

Zutaten:

  • 1 Teelöffel Kaffeesatz
  • 1 Teelöffel Kokosöl

Zubereitung:

Das Kokosöl in eine kleine Schüssel geben und langsam erwärmen, z. B. im Wasserbad oder auch bei geringer Wattzahl in der Mikrowelle, bis es sich verflüssigt hat (Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest).

Dann den Kaffeesatz dazu geben und gut verrühren. Ich nehme hierfür direkt nach meinem morgendlichen Kaffee einfach etwas aus dem Auffangbehälter des Kaffeevollautomaten. Da ist es direkt frisch gemahlen und die Bohnen erfüllen ihren Zweck gleich zweifach.

Peeling aus Kokosöl und Kaffeesatz

Ihr könnt aber genauso einen gemahlenen Kaffee nehmen, den ihr für eine Filtermaschine habt oder notfalls ein Pad aufschneiden, falls ihr so eine Maschine habt. Nur bei Kapseln bin ich mir nicht sicher, ob man den Inhalt danach noch verwenden kann bzw. was da eigentlich drin ist. Die sind aber ja sowieso nicht besonders umweltfreundlich und es wäre zu überlegen, der Umwelt zuliebe vielleicht auf die Plastikkapseldinger zu verzichten 😉

Die Anwendung an sich funktioniert genauso wie bei jedem Peeling: langsam und vorsichtig in kreisenden Bewegungen auf die zu reinigenden Hautpartien auftragen, kurz einwirken lassen und mit klarem Wasser nachspülen. Auf den Haaransatz aufpassen, dass es mit dem Öl keine fettigen Haare gibt.

Die Kaffeekörnchen entfernen abgestorbene Hautschüppchen und regen die Durchblutung an. Das Öl versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, schützt und pflegt. So habt ihr in einem Aufwasch wunderbar geschmeidige Haut und braucht danach eigentlich keine weiteren Pflegeprodukte auftragen.

Solltet ihr kein Kokosöl zuhause haben oder falls es euch zu fettig ist oder ihr es aus anderen Gründen ablehnt (ich habe auch schon viel Kritik dazu gelesen), funktioniert das Peeling auch wunderbar mit Honig, der ebenfalls antibakteriell wirkt und die Haut pflegt.

Auch Oliven- oder Mandelöl eignet sich super zur Hautpflege. Probiert einfach, was euch am besten gefällt bzw. was eurer Haut am besten tut.

Zum Schluss noch ein Satz zur Haltbarkeit: im Kühlschrank dürfte es locker ein paar Tage frisch bleiben, allerdings wird das Kokosöl wieder fest und ihr müsstet es vor der Verwendung wieder erwärmen. Ich mache es daher einfach vor der Verwendung immer frisch, da es so auch nicht länger dauert und ich mir sicher sein kann, dass der Kaffeesatz noch nicht schimmlig ist 😉

Viel Spaß beim Selbermachen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.