Gemüsebrühe (instant)

Der Herbst ist da und es ist Erntezeit für viele Gemüsesorten. Eine Gemüsebrühe aus frischem Gemüse ist natürlich am besten. Sie ist für kalte Tage eine leckere und gesunde Stärkung und oft Grundlage verschiedener Gerichte. Aber es macht auch ein bisschen Arbeit, das Gemüse jedesmal frisch zu kochen, weshalb man ja doch gerne mal auf eine Instantbrühe zurückgreift.

Habt ihr euch allerdings mal genau angeschaut, was in den gekauften Brühen wirklich drin steckt? Meistens so durchschnittlich 8-12 % Gemüse (!), Salz und Gewürze. Ansonsten findet man aber auch jede Menge Geschmacksverstärker und Aromen, versteckter Zucker (Maisglukosesirup) oder chemisch modifizierte Stärke (Maltodextrin). Übrigens enthält auch das so natürlich anmutende und oft vorkommende „Hefeextrakt“ Glutamat.

Dabei könnt ihr euch ziemlich einfach eine eigene Instantbrühe herstellen, die der gekauften geschmacklich in nichts nachsteht, genauso einfach anzuwenden ist und tatsächlich auch lange haltbar ist. Zur Konservierung wird das Gemüse vorher getrocknet. Zudem kommen ca. 10 % Salz dazu, das zusätzlich für lange Haltbarkeit sorgt. Ihr könnt das Pulver daher ganz normal im Gewürzschrank aufbewahren und habt lange etwas davon.

Die Vorteile, natürlich auch für Kleinkinder, Schwangere und Stillende liegen auf der Hand: es ist nur Gemüse und Salz drin, der Körper wird nicht mit unnatürlichen Substanzen belastet. Und die Herstellung ist wirklich einfacher als gedacht.

Zutaten für ca. 350g Brühe:
  • 500 g Gemüse nach Belieben, z. B.: 1 Stange Lauch, 2-3 Karotten, 1/2 Knollensellerie, 1 rote Zwiebel, ein paar Brokkoliröschen. Das Gemüse sollte nur relativ wasserarm sein. Es eignen sich z. B. auch Pastinaken oder Frühlingszwiebeln.
  • Zwei Handvoll Kräuter, z. B. Liebstöckel, Dill, Petersilie, Kresse
  • 40 g Salz
Zubereitung:

Gemüse und Kräuter waschen, trocken tupfen und in möglichst kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden, dann geht das Trocknen schneller.

Gemüse und Kräuter möglichst dünn schneiden und auf Backblechen verteilen

Auf zwei mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen und bei 80 °C Umluft ca. 2-3 Stunden trocknen. Dabei, wenn möglich, die Backofentür einen Spalt breit offen lassen, indem ihr einen Kochlöffel in die Tür steckt. Erlaubt euer Ofen das nicht, zumindest ab und zu die Tür weit öffnen und Feuchtigkeit raus lassen. Dadurch kann es schon auch etwas länger dauern.

Solltet ihr einen Dörrautomat haben, ist das natürlich die bessere Alternative.

Falls es gerade Hochsommer ist, wenn ihr die Brühe herstellt, könnt ihr es zum Trocknen auch (zusätzlich) eine Weile in die pralle Sonne stellen.

Die Kräuter werden richtig papierartig, das Gemüse kann ruhig auch noch ein bisschen zäh sein (wie Trockenfrüchte), aber es sollte eben nicht mehr feucht sein.

Nach dem Trocknen

Anschließend das getrocknete Gemüse mit dem Salz vermischen und in einen Mixer geben. Zu Pulver mixen.

Sollte es euch noch zu sehr klumpen, könnt ihr es auch nach dem Mixen noch einmal auf dem Backblech ausbreiten und eine Zeit lang weiter trocknen lassen.

Fertig!

Dann nur noch in Schraubgläser abfüllen und fertig! Für die Brühe je nach Geschmack ca. 2-3 TL mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen.

Viel Spaß beim Selbermachen!

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