Eierlikör

Ostern steht bald vor der Tür und überall geht es um Eier, also dachte ich mir, passt da mein Eierlikör-Rezept ganz gut rein. Ich mache ihn eigentlich immer eher zur Weihnachtszeit und dann eine „heiße Oma“, also eine heiße Schokolade mit Schuss oder leckere Eierlikörkugeln. Das übrig gebliebene Eiweiß kann man nämlich wunderbar in Lebkuchen verarbeiten. Aber zur Osterzeit passt er eben auch ganz gut und für das Eiweiß lade ich euch in den nächsten Tagen einfach mal wieder ein Brotrezept für ein leckeres low-carb-Eiweißbrot hoch.

Der Likör hat jetzt zugegebenermaßen nichts allzu Besonderes, was man nicht auch kaufen könnte. Wobei es da natürlich auch große Unterschiede gibt und man durchaus in den günstigen Kategorien eher Aromastoffe und Ersatzprodukte findet als echte Zutaten. Solche Zubereitungen dürfen sich dann zumindest nicht Eierlikör nennen, aber das überliest man ja leicht.

Allerdings darf es sich nach höchstrichterlicher Rechtsprechung auch nicht Eierlikör nennen, wenn Milch verarbeitet ist. Wollt ihr ihn also nach meinem Rezept machen und verkaufen, dürft ihr ihn nicht Eierlikör nennen 😉 Das Rezept beinhaltet nämlich Kondensmilch, aber ich finde es gut. Gerne dürft ihr mir aber auch Verbesserungsvorschläge da lassen.

Alles in allem könnt ihr hier einfach durchs Selbermachen punkten, wenn ihr z. B. ein hübsches Geschenk braucht. Außerdem könnt ihr im Vergleich zu den guten gekauften ein bisschen Geld sparen und trotzdem auf gute Zutaten achten, z. B. die Eier von glücklichen Hühnern, guten Alkohol und echte Vanille verwenden. Das ist bei den gekauften nämlich trotz aller Qualitätsvorgaben leider nicht immer gegeben.

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 8 Eigelb
  • 375 ml (1 Dose) Kondensmilch
  • 200 g Puderzucker
  • 15 g echten Vanillezucker
  • 250 ml Rum (54 %)

Zubereitung:

Zunächst die Eier trennen. Ich schlage dafür immer das Ei entzwei und behalte das Eigelb in einer Schalenhälfte. Durch hin- und her“gießen“ des Eigelbs in den Schalen fließt das Eiweiß gut in die Schüssel ab. Das Eiweiß könnt ihr wie gesagt für weitere Rezepte, z. B. Eiweißbrot oder Lebkuchen nutzen, ich verlinke sie dann zu gegebener Zeit. Die Eidotter dann in einen kleinen Topf geben.

Eier trennen

Die Eidotter schaumig schlagen, dabei langsam den Puderzucker und Vanillezucker dazu geben. Vanillezucker macht ihr am besten selbst, indem ihr eine Vanilleschote klein schneidet, einen Tag trocknen lasst und anschließend mit Zucker vermixt (wird im Th…mix dann Vanille-Puderzucker). Anschließend die Kondensmilch und den Rum unterrühren.

Eigelb schaumig schlagen und Puderzucker und Vanillezucker einrühren
Rum unterrühren

Ich habe eigentlich meistens nur 80%igen Rum zum Backen zuhause und mische ihn dann einfach immer mit Wasser, um den richtigen Alkoholgehalt zu erreichen. Im Internet gibt es dafür gute Ethanol-Rechner. Auch mit gesüßter Kondensmilch und dafür ohne Puderzucker hat es schon gut funktioniert. Da habe ich den Likör dann allerdings noch mit etwas Sahne gestreckt, weil er zu dickflüssig wurde.

Dann wird das Ganze nur noch unter ständigem Rühren im Wasserbad erwärmt, bis es andickt. Dafür stellt ihr den Topf am besten in einen zweiten, mit Wasser gefüllten Topf. Nicht kochen lassen!

Noch heiß in sauber gespülte Flaschen abfüllen, dabei ein paar Zentimeter Luft lassen, weil der Likör evtl. noch etwas eindickt und man beim Verzehr wieder ein bisschen Milch oder Wasser zugeben und schütteln muss, um ihn aus der Flasche gießen zu können.

Lasst es euch schmecken und frohe Ostern! 🙂

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