Aloe vera-Honig-Maske

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe in der Winterzeit, gerade wenn es sehr kalt und trocken ist, immer extrem trockene Haut und Rötungen. Aloe vera hat mir da immer sehr gut geholfen. Meistens hatte ich irgendwelche gekauften Masken oder Cremes, die auch gar nicht so schlecht waren. Aber irgendwann dachte ich mir, warum eigentlich immer diese teuren, in Plastikbeuteln oder -tuben verpackten Produkte kaufen, wenn es mir doch eigentlich sowieso nur um die Pflanze bzw. deren Saft geht? Zudem kommt der reine Saft dann auch ohne Duft- und Konservierungsstoffe aus, was ja ein zusätzlicher Pluspunkt ist.

Ich erinnerte mich an einen Portugal-Urlaub als ich noch ein Kind war. Bei einem Spaziergang sahen wir am Wegesrand unzählige wilde Aloe vera-Pflanzen und meine Mutter erklärte mir, dass man den Saft direkt so wie er aus der Pflanze kommt, gut zur Wundheilung verwenden kann.

Also recherchierte ich noch ein bisschen dazu und kaufte mir dann einfach eine „Echte Aloe“ (auch Aloe vera Barbadensis Miller genannt) im Topf. Ich finde sie auch als Zimmerpflanze sehr schön, aber das ist natürlich Ansichtssache. Jedenfalls muss sie, da sie ja eine Wüstenpflanze ist, kaum gegossen oder gedüngt werden und ist damit ganz leicht zu pflegen.

Innerlich angewandt gibt es mehr zu beachten, da die Pflanze auch gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe hat. Auch Schwangere, Stillende und Kinder sollten daher auf eine innerliche Anwendung verzichten. Eine äußerliche Anwendung ist dagegen ohne Weiteres möglich, ich habe auch nichts Gegenteiliges dazu gelesen.

Aber wie könnt ihr die Pflanze nun zur Hautpflege nutzen?

Ihr braucht dafür:

  • Das Gel eines Aloe-vera-Blattes
  • 1 Teelöffel Honig

Zubereitung:

Das wertvolle Gel befindet sich im Inneren der dicken Blätter der Aloe vera. Um es zu gewinnen, schneidet ihr zunächst eines der untersten Blätter im Ganzen und möglichst nah am Stamm ab.

Ihr bemerkt dabei vielleicht schon den sofort austretenden, gelben Saft. Nicht anfassen, das ist das Aloin, der bittere Abwehrstoff der Pflanze, der innerlich eingenommen auch gesundheitsschädlich ist.

Daher ist es notwendig, diesen Saft erst abfließen zu lassen. Dazu stellt ihr das Blatt einfach senkrecht mit der Schnittkante nach unten in ein Glas und lasst den gelben Saft mindestens eine Stunde abfließen, besser länger.

Den gelben Saft abfließen lassen

Danach schneidet ihr das unterste Stück mit den Aloinresten ab und schneidet das Blatt längs auf.

Das Gel mit einem weichen Löffel aus dem Blattinneren schaben

Im Inneren findet ihr obenauf eine eine kleine Menge einer schleimigen, durchsichtigen und eher dünnflüssigen, aber klebrigen Substanz. Das ist das eigentliche „Gel“, erinnert von der Konsistenz aber eher an Flüssigkleber. Dieses schabt ihr vorsichtig mit einem weichen Löffel aus und fangt es in einem kleinen Gefäß auf.

Darunter befindet sich ein festeres Gel, das aber für die Hautpflege gar nicht mehr so gut geeignet ist, da es sich nicht auflöst und nicht gut verschmieren lässt. Außerdem befindet sich das erwähnte Aloin auch in den Blatträndern, so dass ihr euer Gel damit wieder verunreinigen könntet, wenn ihr zu tief kratzt.

Lieber also nur die kleinere Menge des wässrigen Gels verwenden und mit dem Honig (am besten natürlich vom lokalen Imker oder zumindest aus Deutschland!) in dem Gefäß vermischen.

Mit dem Honig vermischen

Dann reicht es locker für eine Anwendung. Dazu einfach das Gemisch wie eine Maske dünn auftragen und rund 10 Minuten einwirken lassen. Danach mit etwas warmem Wasser abspülen und fertig!

Durch die entzündungshemmenden und pflegenden Eigenschaften sowohl der Aloe vera als auch des Honigs hilft die Maske wunderbar bei Rötungen und trockener Haut, aber auch bei entzündeten Pickeln, rissiger Haut, Sonnenbrand oder sonstigen Hautverletzungen ist es ein tolles Hausmittel, das quasi jederzeit verfügbar und ganz einfach selbst hergestellt ist.

Fertige Maske

Solltet ihr viel herausbekommen und noch etwas übrig haben, hält sich die Maske auch wunderbar ein paar Tage im Kühlschrank. Durch die Kühle und dickere Konsistenz ist sie dann sogar fast noch besser.

Viel Spaß beim Selbermachen!


Bitte beachtet: ein Besuch dieser Website kann nicht den Gang zum Arzt ersetzen, insbesondere mit kleinen Kindern und in der Schwangerschaft. Es handelt sich hier nur um Rezepte für Hausmittel, die ich zwar ausnahmslos alle selbst erprobt und getestet habe, für deren Wirksamkeit, Verträglichkeit oder Fehlen von Nebenwirkungen ich jedoch keine Garantie übernehmen kann.

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